AG Kundalini Yoga Baden-Württemberg in 3HO e.V.    
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KY Tag 2006

Der Kundalini Yoga Verein 3HO Deutschland e.V. ist in 2006 30 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum wird in vielen Städten Deutschlands mit einem Kundalini Yoga Tag gefeiert: Berlin / Bonn / Bremen / Düsseldorf / Frankfurt / Köln / Leipzig / München / Offenburg. Die AG Baden Württemberg veranstaltet am 16.-17. September 2006 ein Event mit Schnupperkursen, Workshops und ein Festprogramm - am Gifiz Strandbad in Offenburg.

KY Tag 2006: Festzelt

„Schaut, wie viele Leute hier sitzen, in diesem großen Zelt. Das hattet ihr bestimmt nicht erwartet, als ihr in den 80er Jahren den ersten Kundalini Yoga Kurs in Freiburg unterrichtet habt!“, so Dharma Singh Arne Raap-Mehl zu den beiden Pionieren Iris und Andreas Balzer. Andreas hatte sich damals für Tantra interessiert – Rotes, wohlgemerkt. Da seiner Frau Iris Rotes Tantra nicht geheuer gewesen sei, war sie froh gewesen, vom Weißen Tantra zu erfahren. Und auf ging es zum europäischen Kundalini Yoga Festival nach Loches in Frankreich. Kurz darauf kam Kundalini Yoga nach Baden-Württemberg.

KY Tag 2006: LichtritualWie hat sich Kundalini Yoga entwickelt: zum einen weltweit, zum andern in unserer Region? Das zeigt ein 25minütiges Video mit dem Titel „Yoga für eine Welt im Wandel – von Woodstock bis Business Yoga“, an dem Arne viele Nächte gearbeitet hat. Es ist ein Werk entstanden, das Yogi Bhajan und Kundalini Yoga verwoben mit Bildern und Events unserer Region zeigt. Ein wohl-platzierter Lacher in dem Video ist eine Aufzeichnung, in der Yogi Bhajan eine Übung anleitet. Er treibt die Kursteilnehmer mit seinen Worten an: „… keep going … this is the area which will hurt, it will hurt the whole body but it will change” und er sagt dann: „The joy to teach in Germany is that people do exactly what they are told! … so … don’t stop!”

KY Tag 2006: Life-MusikAuch Teilnehmer, die erst später kommen, werden durch das Empfangs-Komitee am Eingang des Strandbads in Offenburg und die Fackeln, die den Weg zu dem Veranstaltungs-Zelt abstecken, auf die nächste Etappe vorbereitet. Direkt vor der Bühne im Zelt beginnen die ersten Teilnehmer brennende Schwimmkerzen in einen kleinen Teich zu setzen. Es ist schon lange dunkel. Iris und Andreas Balzer rufen nach und nach die Personen aus den einzelnen Städten Baden-Württembergs und den umliegenden Himmelsrichtungen dazu auf. Dieses 45minütige Licht-Ritual wird getragen durch das Mantra Ad Guray Nameh. Michael van Megeren-Lunz spielt die Version der Prem-CD auf seiner Gitarre und ganz Baden-Württemberg singt mit.

Als wir zu Beginn dieses Jahres bei einem AG-Treffen, an dem so viele teilgenommen haben wie nie zuvor, mit der Planung für das Fest anfingen, war schnell klar, dass wir zweierlei erleben wollen: Erstens, wir wollen feiern, und zwar mit gutem Essen, lebendigem Programm, Live-Musik und Rockout-Night. Zweitens, wir wollen mit einem weit-gefächerten Workshop-Programm interessierten Gästen und auch uns selber die Vielfalt von Kundalini Yoga vor Augen führen. Da klar war, dass etliche von uns eine weite Anfahrt haben werden, haben wir uns für ein zweitägiges Programm entschieden: am Samstag Abend wird gefeiert und am Sonntag gibt es Sadhana, Gurudwara und Workshops.

KY Tag 2006: Fest-EssenAußerdem waren wir uns sicher, dass großes Potenzial in unseren eigenen Reihen steckt. So hat das gesamte Fest vom Video bis hin zu den Workshops diesen besonderen Charme; auch das Live-Musik-Programm im Anschluss an das Licht-Ritual: Zeynel Arslan hat mit den Sängern Karen Zalitatsch, Ute Villavicencio, Ute Vogt-Senger und Michael Pötzsch als Chor und dem Percussionisten Mathias Hamburger seine türkischen Melodien zu Mantras einstudiert. Danach haben Michael van Megeren-Lunz (Gitarre), Guru Simran Kaur Christine Weber und Dharma Singh Arne Raap-Mehl als Solisten die Teilnehmer zum Mitsingen bewegt.

Die große Herausforderung kam am nächsten Tag. Während am frühen Samstagabend etliche Teilnehmer den Sonnenuntergang über den Gifiz-See bei einem Glas Yogi Tee genossen haben, beginnt es in der Nacht zum Sonntag zu regnen. Beim Sadhana können wir für das Sonntags-Wetter die nötige Kraft schöpfen. Shakta Kaur Christiane Harter beschreibt es so: „… das Sadhana in der großen Yogafamilie, eng beieinander auf der Mutter Erde und doch geschützt und geborgen vor dem Regen!“.

Erst steht das wunderschön dekorierte Gurudwara-Zelt samt aller Tücher, die den Boden bedecken, unter Wasser und alles darf in ein anderes Veranstaltungs-Zelt umziehen. Unzählige Helferhände lassen dies recht schnell meistern. Danach schenkt uns das Wetter eine Frühstückspause, aber mit Beginn des ersten Workshop-Blocks beginnt es wie aus Eimern zu schütten. In den Zelten ist es für die KursleiterInnen schwierig bei dem drückenden Regen-Getrommel gehört zu werden. Wir sehen es als „tantrischen Regen“, ähnlich den Regengüssen, die es oft beim Weißen Tantra in Frankreich gibt.

KY Tag 2006: YogaTrotz dieses „tantrischen Regens“ haben bis auf den Gatka-Workshop alle Workshops stattgefunden, und es gab viele begeisterte Rückmeldungen zu Breathwalk, Business Yoga, Yoga bei Rückenbeschwerden und den diversen anderen inspirierenden Angeboten. Die gesamte Veranstaltung ist von vielen Schultern getragen worden. Sei es hierdurch, sei es durch die Abschluss-Veranstaltung am Sonntagnachmittag mit einem „Tunnel of Love“ oder durch die Sa Ta Na Ma-Meditation in der Version „Mahan Jap“: Viele erleben sich bei dem Fest als Teil einer großen Yoga-Familie und etliche äußern den Wunsch, das Fest zu wiederholen. Mich beeindruckt bei Kundalini Yoga Festen immer aufs Neue, auf welch entspannte Art sich die Kinder integrieren.

 

PDF Icon Plakat zum KY Tag 2006 (PDF, 120 kB)

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